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"Maulwurfshügel loswerden": Google und der Garten-Nazi

Aktualisiert: 16. Sept 2018



Will Google Maulwurfshügel loswerden?

Können Stephen Hawking und Stephen King die Pathologie eines Kleingärtners prägen und will Google auch Maulwürfe loswerden?

Wer einen eigenen Garten besitzt, hat nicht selten die Absicht, selbigen fein herauszuputzen. Wenn auch die Zeit für intensives Bepflanzen knapp ist, so wird umso mehr Wert auf einen gepflegten Rasen gelegt. Das denkt sich der Gartenbesitzer.

Er will wenigstens seinen Nachbarn und Besuchern gegenüber eine neiderregende Kulisse bieten. Die Anerkennung und Wertschätzung, die man ihm im Arbeitsleben verwert, holt er sich hier. In seinem Garten! - Das Gefühl, Herr über ein Stück Rasen zu sein, erfüllt ihn mit Stolz. Über den Rasen kann er herrschen, über das Gras seine königlichen Edikte sprechen und Ablasshandel mit Obstbäumen und Beerensträuchern betreiben. Seinen Besuchern zeigt er regelmäßig, wie absolut perfekt seine Regentschaft funktioniert.


An Tagen des Unmuts, wenn er gekränkt und müde aus der Arbeit heimkehrt, kann er sich mit einer Flasche Krombacher ins grünende Ambiente setzen und Trost darin finden, wenigstens ein paar Quadratmeter Erdboden unter Kontrolle zu haben. Diese Energie in seine Beziehungen zu Menschen zu stecken, kam ihm noch nie in den Sinn. Ein Haufen Erde ist zudem weniger eigenwillig als etwa ein Partner. Daraus schöpft der Gartenbesitzer seine ganze Kraft. Obendrein muss ein Boden nicht kompromissbereit sein.

Das gefällt unserem Gartenbesitzer. Er kann bestimmen, wer seinen Boden betreten darf. Fremde müssen um Erlaubnis fragen. In der Außenpolitik ist der Gartenbesitzer äußerst streng.


Um irrtümliches Betreten Fremder zu unterbinden, errichtet er einen Zaun. Grenzen müssen schließlich deutlich gemacht werden. Außerdem will er vermeiden, dass Nachbars wilde ungepflegte Blumenwiese fälschlicherweise ihm angerechnet und zugeschrieben wird.

Nein, für all das Chaos jenseits seines Gartenzauns will er nicht verantwortlich sein. Seine perfekte Welt wird in Maßstäben wie Rasendichte und Halmlänge gemessen. Das ist schön konkret und vor allem messbar. Deshalb ist jeder Rasenwart eines Bolz- oder Golfplatzes für ihn eine akademische Autorität – ein Stephen Hawking für Kleingärtner.

ES ist ein Maulwurf Die wunderbare kosmische Ordnung des Gartenbesitzers kann an jenem Tag aus den Fugen geraten, an dem ein Mole diaboli auf den Plan kommt. Ein Maulwurf! Dieser kleine schwarze Dämon scheint dem Gartenbesitzer direkt aus der Kleingärtnerhölle geschickt. Der erste Maulwurfshügel ist eine Kriegserklärung des Teufels. Und unser Gartenbesitzer erkennt den Ernst der Lage sofort. Ohne zu zögern, nimmt er die Herausforderung an. Der ehrenhafte Kampf gegen „Das Böse“ beginnt. Unser Gartenbesitzer ist überdies sehr belesen. Er kennt einige Bücher von Stephen King und kann sich damit als theoretisch erfahrender Rasen-Exorzist im Umgang mit dem Bösen gut aufstellen. ES ist ein Maulwurf – das wahre Gesicht des Bösen überhaupt. Jeder Maulwurfshügel wird nun zum Stigma für den Rasen erklärt.


Diese Schändung seines geheiligten Bodens kann der Gartenbesitzer nicht ertragen. Also macht er sich zunächst daran, die Maulwurfshügel loszuwerden. Das vom Dämon befleckte Erdreich nur in einen Eimer zu schaufeln und zum Komposthaufen tragen, reicht nicht! Das Übel muss an seiner Wurzel gepackt werden. Bloße Symptombekämpfung ist schließlich etwas für Allgemeinmediziner, die mit ihrem nächsten Pharma-Bonus Urlaub auf den Kanaren machen wollen. Nein, unser Gartenbesitzer ist nicht so oberflächlich. Er will die Ursache seines Maulwurfshügel-Befalls aufspüren und eliminieren.

Studiere Deinen Feind! Google hilft Dir dabei.


Unser Gartenbesitzer, noch ganz taumelig vom Schock der teuflischen Offenbarung auf seinem Rasen, greift jedoch geistesgegenwärtig zum Smartphone. Google! Jene materialisierte Akasha-Chronik des modernen Menschen schätzt unser Gartenbesitzer enorm hoch. Google ist das Tor zu Wissen und Weisheit überhaupt. Google weiß alles über Maulwürfe. Das gesamte Wissen der Menschheit im Kampf gegen Maulwurfshügel ist nur einen Klick entfernt. Ein Gefühl von Allmacht und grenzenloser Kontrolle durchströmt nun unseren Gartenbesitzer. Er brennt vor leidenschaftlichem Groll gegen den Mole diaboli und will das Orakel zwingen, ihm Rat zu sprechen.


Er stockt. Welche Frage soll er Google nun stellen? Und heißt es überhaupt Maulwurfshügel oder Maulwurfhügel? Macht das s einen Unterschied? Mit einer Vier in Deutsch muss unser Gartenbesitzer passen und das Risiko eingehen, sich vor Google zu blamieren. Aber Google ist nicht die schrullige Deutschlehrerin von früher und Genitive sind auch Teufelszeug.

Unser Gartenbesitzer tippt: „Maulwurfshügel loswerden“. Die Netzverbindung ist hervorragend und Google spuckt sofort 15.000 Ergebnisse aus. Das stimmt unseren Gartenbesitzer euphorisch, so muss er doch annehmen, dass Rat und Hilfe bei dämonischem Rasenbefall durch Maulwürfe ein enorm wichtiges Anliegen für diesen Planeten und er nicht nur ein Einzelfall-Opfer ist.

Indem Google ihm diese Vermutung bestätigt, wird das Orakel zum solidarisch gesinnten Götterboten im Kampf gegen das Böse erhoben. Für „Maulwurf loswerden“ steigt die Anzahl an Suchergebnissen schon auf 60.000. Und nochmal 68.000 Treffer für „Maulwurf töten“. Wie man einen Maulwurf fängt, kann unser Gartenbesitzer auf 411.000 Webseiten lernen. Das gefällt ihm, denn vor dem Töten muss erstmal das Fangen gelingen. Logisch! Und vor dem Fangen, so sein Gedanke, soll zuerst das Schikanieren erfolgen. Google ist offenbar so klug, unserem Gartenbesitzer genau dafür umfangreiche Tipps und Methoden auf den ersten Seiten vorzuschlagen. Emsig werden hier Mittel und Vorgehensweisen vorgestellt, wie man dem Maulwurf das Leben zur Hölle machen kann. Ein schlechtes Gewissen haben die betreffenden Autoren selten.

Ankommen in der Garten-Nazi-Community Die Community der Garten-Nazis ist groß und hält fest zusammen, ganz nach dem Motto „Dein Feind ist auch unser Feind – Wir helfen Dir“. Auf diesen Seiten forscht nun unser Gartenbesitzer stundenlang und genießt die Empathie und Hilfsbereitschaft anderer Leidensgenossen. Er fühlt sich ernst genommen und bestens aufgehoben. Er ist in seinem Leben angekommen. Und schnell entschließt er sich, der großen Community der Garten-Nazis beizutreten. Einer für alle – Alle für einen! Endlich kann er sich im Schutz seiner Genossen als Garten-Nazi outen. Kritische Mitglieder werden als Maulwürfe in der Gemeinschaft angesehen, gegen sie wird polemisiert. Sie verstehen einfach nicht, welchen Leidensdruck ein Garten-Nazi hat und welch schweren Schaden ein Maulwurfshügel an seinem Selbstbewusstsein anrichten kann.

Maulwürfe loswerden für den Weltfrieden Wenn die geliebte Fußballmannschaft ein Spiel verliert, ist die Gefahr einer Depression schon groß, aber wenn so ein heroisches Schlachtfeld von einem Maulwurf betreten wird, ist der Weltfrieden in Gefahr. Und im Namen des Weltfriedens ist dem modernen Garten-Nazi fast jedes Mittel Recht: Verwesender Fisch, saure Buttermilch mit Aftershave, Autoabgase und Benzin, Hauptsache der Maulwurf leidet. Er soll aus Verzweiflung freiwillig in eine Wühlmausfalle rennen und sein dämonisches Leben beenden. Erst wenn dieses Ziel erreicht ist, ist der Garten-Nazi glücklich. Dann kann er wieder ruhig mit einer Flasche Krombacher ins Gartenmöbel sinken und sich von seinem Partner für die Heldentat loben lassen. Beide erfreuen sich dann glücklich am wieder intakten Weltfrieden und leben zufrieden bis ans Ende ihrer Tage.

Doch Vorsicht! „ES“ kann zurückkommen,


...warnte schon Stephen King seine Leser. Wer weiß, ob unser Garten-Nazi nicht vielleicht auf einem Mexiko-Urlaub von einem Erdbeben überrascht wird und die „Los Tops“ sein Weinen und Wimmern unter den Trümmern nicht hören können?

Unsere Leben sind mit allen Lebewesen verbunden. Karma. Dies verschweigt Google den Garten-Nazis. Google liest diesen Text hier, so wie Du es gerade getan hast. Ob es den Sinn verstehen kann? Wenn Du diesen Text hier auf der Suche nach Ergebnissen für „Maulwurfshügel loswerden“ unter den ersten Suchergebnissen gefunden hast, weißt Du, dass Google Dir eine Chance gibt, Dein Schicksal frei zu wählen. Dieser Text ist eine Prüfung für Dich und eine Prüfung für Google.

Ich wünsche mir, dass ihr sie beide besteht.

Viele Grüße vom Team Maulwurf


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